Dresden ist 480km von Erbach und bis Paris sind es nur 560km. So groß ist der Unterschied nun nicht. Also sind wir in unserem französischen Auto durch seine „Heimat“ gefahren.
Im Alsac war alles ganz niedlich und so schön überschaubar. Nur die Natur war vegetationsbedingt nicht so reizvoll. Wir sind an gepflegten Weinbergen vorbeigefahren, aber leider war nur alles braungrau, da noch jedes Grün fehlt. Im Sommer sieht das bestimmt noch viel toller aus. Wir haben einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Dambach-la-ville im Alsac gemacht auf dem Weg zu Claudi. Außerdem ist es von unserer neuen Heimat nicht weit zu fahren.
Wir haben uns auch die Haut-Koenigsburg angeschaut, von da hatten wir einen tollen Blick auf die Landschaft. Danach waren wir noch in Riquewihr. Das ist ein kleiner historischer Weinort, wie aus dem Bilderbuch. Auf der Suche nach kulinarischen Genüssen haben wir uns durch die verschiedenen Arten der Tarte flambée probiert. Für die Verkostung der Weine war es uns leider noch zu früh….und wir haben ganz dem Bauchgefühl vertraut und ein paar bouteilles gekauft. Mein Weinschrank sieht jetzt nicht mehr so trostlos aus =) Besuch kann kommen. Denn. Diese Flaschen köpfe ich nicht einfach „nur so“.
Noch am selben Tag ging es in die Champagne in die Nähe von Epernay. Das Wetter ließ zu wünschen übrig und das nagelneue Navigationsgerät streikte schon seit Strasbourg. Es wollte partout kein GPS-Signal empfangen. Wenn man sich schon mal auf die Technik verlässt -tz tz – immerhin hatten wir noch „altmodische“ Landkarten dabei. Unsere Quartiere hatte ich alle zuvor übers Web gebucht. Das Haus in der Champagne war besonders toll und auf einem Dorf versteckt. Die Ausstattung der Zimmer und der herzliche Empfang trösteten über die Tatsache hinweg, dass das Wetter mieserabel war und wir keinen einzigen Rebstock gesehen hatten, seit wir von der Autobahn abgefahren waren. Das Quartier war direkt bei einer Winzerfamilie aber top modern und sehr stilvoll eingerichtet; http://www.bruno-mailliard.com – Kann ich nur empfehlen! Nachdem wir fürstlich in dem Restaurant, dass uns empfohlen wurde, diniert hatten, machten wir uns „daheim“ gemütlich. Wir hatten uns eine Flasche Champagner der Winzerfamilie kalt stellen lassen – auf der Terrasse, es war ja kalt genug. Ganz gediegen haben wir so die allererste „richtige“ Flasche Champagner geschlürft. Welch ein Erlebnis.
Von ging es am nächsten Morgen entlang der „Route de Champagne“ (endlich Weinberge!!!!) zur Autobahn und nach Paris. Obwohl der Himmel grau und der Tag voll verregnet war, schafften die Leute überall in ihren Weinbergen. Alle 300m sah man von weiten einen Hundefänger stehen und gelegentlich stiegen Rauchzeichen in die kalte Luft. Das alte Holz, dass die Winzer mit dem Rebschnitt aus den Zeilen holten, wurde vor Ort verbrannt. Ort des Geschehens war eine selbstgebaute Konstruktion aus einer alten Metallregentonne und einer Schubkarre.
Endlich da. Nach einer herzlichen Umarmung und 2 Küsschen -links&rechts- haben wir sofort Claudis Mini-Zimmer in Beschlag genommen und uns da eingenistet. Das hatte Klassenfahrtcharakter, denn das Zi is wirklich nur winzig. Immerhin passte unser aufblasbare Gästematratze genau neben ihr Bett, allerdings mussten Tisch und Stühle weichen. Es war voll witzig und wir haben dann immer zusammen Essen gemacht u Weinchen od Bier abends getrunken.
Einen Nachmittag und einen ganzen Tag waren wir im Disney Park, das war total lustig. Mit Kindern wirste da sicher nicht nur arm, sondern am Ende des Tages zusätzlich nervlich fertig sein
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Dann waren wir noch in Versaille am Schloss gucken. An einer Besichtigung hinderte uns die super-lange Warteschlange und der eigene Geiz. Das Eintrittsgeld war uns dann eindeutig zu hoch. Natürl sind wir auf dem Eiffelturm gewesen. Wir sidn sogar die ersten 2 Etagen hinaufgelaufen!! Am nächsten Tag spürte man es genau in jedem Muskel der Beine…. Wir haben unsere Stadtführerin blind vertraut und uns durch Paris führen lassen. O.K. Busfahren zur Rush hour muss das nächste Mal nicht sein. Obwohl. Dieser Fahrt verdanken wir zahlreiche Einblicke, die man nicht mit der U-Bahn erlebt.
Nach 4 Tagen ging es zu unserer letzten Station, nach Reims (die Franzosen sprechen dass ganz komisch aus…) Die Altstadt ist ganz schön. Dort hatten wir auch endl wieder besseres Wetter u konnten gemütl im Sonnenschein in der Fußgängerzone zu Mittag essen. Das war Urlaub
Achja, bei Pommery einem der hießigen Champagnerhäuser haben wir in die Keller geguckt. Es war „nur die Touriführung“, aber trotzdem sehr interessant. Gern hätte ich mir deren wahre Produktion angesehen. Immerhin waren wir froh, dass überhaupt eine Schampusbude zu einer uns passenden Zeit geöffnet hatte. Bei allen anderen sollte man sich bereits einen Tag vorher anmelden, Dez.-März ist sowieso in der Wintersaison und am Wochenende haben eh fast alle geschlossen (außer Pommery).
Mit meinem Basic Sprachkenntnissen konnte ich Einheimischen schon verstehen, aber ich würde es lieber noch besser können wollen. Sobald man zeigt, dass man sie versteht, sprechen sie noch schneller auf einen ein. Das Gefühl hatte ich jedenfalls. Je schneller sie sprachen, desto weniger verstand ich sie. Deshalb überlege ich jetzt in den Sommersemesterferien eventuell in Frankreich arbeiten zu gehn. Mal sehen ob es klappt.